Ein tierischer Ausflug mit neuen Perspektiven
Wie leben Tiere in einem Zoo? Und was passiert, wenn sie keine Lust auf Besucher*innen haben? Die elfjährige Erissa war für Radio 3FACH als Kinderreporterin unterwegs und hat Tonis Zoo in Rothenburg besucht. Zwischen Eseln, exotischen Vögeln und einem Krokodil entdeckte sie, dass ein Zoobesuch weit mehr sein kann als Tiere zu beobachten.
Den Toni's Zoo in Rothenburg gibt es seit 1991. Was einst als kleiner Tierpark begann, hat sich über die Jahre zu einem Zoo mit mehreren hundert Tieren aus knapp hundert verschiedenen Arten entwickelt.
Zoos haben eine lange Geschichte. Bereits im 19. Jahrhundert entstanden in der Schweiz die ersten zoologischen Einrichtungen. Heute geht es in Zoos nicht mehr nur darum, Tiere auszustellen. Sie sollen auch Wissen über verschiedene Tierarten, deren Lebensräume und Bedürfnisse vermitteln.
Zwischen Eseln, Echsen und tropischen Temperaturen
Schon beim Eingang gibt es die ersten Tiere zu entdecken. Besonders die Esel sorgen für ein Erlebnis: In Tonis Zoo können Besucher*innen spezielles Futter kaufen und damit ausgewählte Tiere füttern. Doch an diesem Tag macht die Sommerhitze Erissa einen Strich durch die Rechnung. Viele Tiere lassen sich kaum blicken und ziehen sich lieber an kühlere Orte zurück.
Ein besonderes Highlight ist deshalb das Tropenhaus. Dort herrscht eine ganz andere Atmosphäre. Es ist warm, Regen ist zu hören und zwischen den Pflanzen leben verschiedene Echsen und exotische Vögel. Auch ein Krokodil liegt alleine in einem Teich. Das Tropenhaus bietet einen Einblick in die unterschiedlichen Lebensräume der Tiere. Gleichzeitig wirft der Besuch eine wichtige Frage auf: Wie viel Rückzug brauchen Tiere eigentlich?
Wenn Tiere ihre Ruhe brauchen
Nicht alle Tiere möchten ständig beobachtet werden. Deshalb sind Rückzugsorte in einem Zoo besonders wichtig. Dort können sie schlafen, sich ausruhen oder Abstand von den Besucher*innen gewinnen. Wie solche Rückzugsbereiche aussehen, hängt von der jeweiligen Tierart ab. Während sich manche Tiere zwischen Pflanzen verstecken, benötigen andere geschützte Bereiche oder ruhige Plätze. Auch bei den Vögeln in Tonis Zoo entdeckt Erissa solche Rückzugsmöglichkeiten.
Diese Bereiche ermöglichen es den Tieren, selbst zu entscheiden, ob sie sich zeigen möchten oder lieber ungestört bleiben. Dass bei grosser Hitze weniger Tiere sichtbar sind, gehört deshalb ebenfalls zu einem Zoobesuch.

Mehr als nur Tiere anschauen
Obwohl sich wegen der hohen Temperaturen nicht alle Tiere zeigen, zieht Erissa ein positives Fazit. Besonders spannend ist für sie die Erkenntnis, dass hinter einem Zoobesuch mehr steckt als das Beobachten verschiedener Tierarten. Denn wer genauer hinschaut, beginnt auch Fragen zu stellen: Wie leben die Tiere? Was brauchen sie, damit es ihnen gut geht? Und weshalb ist es wichtig, dass sie sich vor Menschen zurückziehen können?
Der Besuch in Tonis Zoo zeigt, dass es manchmal gerade die unsichtbaren Tiere sind, die zum Nachdenken anregen. Denn Tiere zu beobachten bedeutet auch, ihre Bedürfnisse zu respektieren.