Wie aus Leidenschaft ein eigener Sound entsteht
Mit erst 22 Jahren gehört DJ NXCO zu den spannendsten Namen der Luzerner Clubszene. Der junge DJ bewegt sich zwischen Minimal Deep Tech und internationalen Einflüssen, spielt regelmässig auf Line-ups und arbeitet bereits an eigenen Releases. Was ihn antreibt, ist weniger der Vergleich mit anderen sondern die Leidenschaft, Musik neu zu entdecken und weiterzugeben.
NXCO setzt bewusst auf einen Stil, der in Luzern noch wenig verbreitet ist. Sein Sound orientiert sich stark an der englischen Szene und bewegt sich zwischen Minimal und Deep Tech. Statt auf bekannte Party-Hits zu setzen, sucht er gezielt nach Tracks, die überraschen, sich aufbauen und eine eigene Dynamik entwickeln. Diese Herangehensweise zeigt sich auch in seinen Sets: Sie sind durchdacht, dramaturgisch aufgebaut und gleichzeitig offen für spontane Anpassungen. Entscheidend ist für ihn, dass die Musik funktioniert, aber auch, dass sie sich entwickelt und die Crowd mitnimmt.
Vom ersten Clubbesuch zu den Decks
Der Weg hinter die Decks begann früh. Schon mit 18, nach ersten Eindrücken im Nachtleben, war für NXCO klar, dass er selbst auflegen will. Die Faszination für elektronische Musik und für die Rolle des DJs als zentrale Figur, wurde schnell zur Leidenschaft. Seither ist Musik fester Bestandteil seines Alltags. Neue Tracks entdecken, Playlists kuratieren und Sets vorbereiten gehören für ihn genauso dazu wie das eigentliche Auflegen.
Bereits wenige Monate nach seinen Anfängen folgten erste Bookings. Ein früher Meilenstein war ein Daydance-Auftritt, der ihm den Einstieg in die Szene erleichterte. Inzwischen steht NXCO regelmässig auf Line-ups, auch über die Schweiz hinaus. Ein besonderer Moment: ein Gig in Manchester, der durch seine Präsenz auf Social Media zustande kam. Plattformen wie TikTok dienen ihm dabei nicht nur zur Selbstvermarktung, sondern auch als Inspirationsquelle für neue Musik.
Zwischen Opening und Main Time
Je nach Slot verändert sich auch sein Ansatz. Während er bei Opening-Sets bewusst langsamer startet und die Crowd in den Abend führt, darf es in späteren Slots deutlich energiegeladener werden. Für NXCO ist klar, ein gutes Set braucht Struktur und ein Gespür für den Moment. Trotzdem bleibt er flexibel. Wenn ein Track nicht funktioniert, wird umgestellt. Wenn die Energie fehlt, probiert er Neues aus. Fixe Notfall-Pläne gibt es nicht, dafür Erfahrung und Intuition.
Teil der Szene, auf und neben der Bühne
Neben seinen eigenen Auftritten ist NXCO auch Teil eines Labels namens "Harmlos", das unter anderem Daydance-Events organisiert. Dort bringt er sich nicht nur als DJ ein, sondern hilft auch bei Planung und Umsetzung. Solche Projekte sind für ihn zentra, sie stärken die Szene und schaffen Räume für neue Sounds abseits des Mainstreams.

Eigene Produktionen und grosse Ziele
Der nächste Schritt ist bereits in Arbeit und zwar eigene Musik. Erste Produktionen entstehen aktuell im Studio, Releases sind in Planung. Langfristig will sich NXCO damit nicht nur in der Schweiz etablieren, sondern auch international Fuss fassen. Ein grosses Ziel bleibt die Clubszene auf Ibiza, mit legendären Locations und Labels, die ihn seit Jahren prägen.
Nxco's Playlist:
Rossi., Jazzy - High On Me
Max Dean, Luke Dean, Locky - Can't Decide
Prosa, RAHH - This Rhythm
Chloé Caillet, Luke Alessi, Jocelyn Brown - The One
ANOTR, Erik Bandt, Leven Kali - How You Feel
Franky Rizardo - Shinjuku
Chris Stussy - Darkness
Chris Stussy - Desire
Josh Baker, Omar+ - Back It Up
ANOTR, Kurtis Wells - 24 (Turn It Up)(+6)
Gadjo, Alexandra Prince - So Many Times
Locklead - Moon
Tommy Philips - Million Things
GUDFELLA, Jitwam - Morning Coffee
ANOTR, 54 Ultra - Talk To You
Ultra Naté - Free
sentir, Guaved - Need You
Everything But The Girl, Todd Terry - Missing
Obskür, Tomike - I've Arrived
Butch, Nic Fanciulli - I Want You
Modjo - Lady - Hear Me Tonight
Oden & Fatzo - Lauren
Kylie Minogue - Can't Get You out of My Head
Inner City - Good Life
Luke Dean, Omar+ - Make Believe
sentir - Feels Like A Dream
Franky Rizardo - More To Life
Kerri Chandler, Dennis Quin - You Are In My System