AUX

Wenn das Wasser glitzert, will ich einen Song schreiben - Shelly Ann im AUX

Shelly Ann ist erst seit kurzem in der Musikszene unterwegs – und sorgt bereits international für Aufmerksamkeit. Im AUX spricht die Zuger Musikerin über ihren ersten Release «Chelsea», ihre Inspirationen zwischen Jazz, Folk und Pop und darüber, warum sich die Bühne für sie wie ein Zuhause anfühlt.

Erster Release, erste Streams – und gleich international

Shelly Ann hat mit «Chelsea» gerade erst ihren allerersten Song veröffentlicht – und der Start könnte kaum besser laufen. Bereits nach kurzer Zeit sammelt der Track tausende Streams, und das nicht nur in der Schweiz. Besonders überraschend: Viele Hörer:innen kommen aus den USA, Australien oder den Niederlanden. Für die junge Künstlerin fühlt sich das alles noch «mega surreal» an.

Musik als Teil ihres Lebens – von Anfang an

Musik begleitet Shelly Ann schon ihr ganzes Leben. Aufgewachsen in einem musikalischen Umfeld mit Instrumenten zu Hause und einer ebenfalls musizierenden Schwester, war früh klar, dass sie selbst einmal Musik machen will. Heute bewegt sie sich stilistisch zwischen Jazz, Folk, Bossa Nova und Pop – ohne sich bewusst auf ein Genre festzulegen. Stattdessen folgt sie ihrem Gefühl: «Ich mache einfach das, worauf ich Lust habe.»

Vom Gefühl zum Song

Genau dieses Gefühl steht auch im Zentrum ihres Songwritings. Songs entstehen meist dann, wenn sie alleine ist und etwas stark empfindet. Oft beginnt alles mit Texten, die sie spontan niederschreibt, bevor sich daraus Melodien und Harmonien entwickeln. Manchmal dauert dieser Prozess nur 20 Minuten, manchmal ein ganzes Jahr.

Inspiration zwischen Jazz, Pop und Indie

Inspiration findet sie unter anderem bei Artists wie Rex Orange County, Laufey oder Lizzy McAlpine. Besonders beeindruckt sie Künstler:innen, die ihr Ding konsequent durchziehen und dabei authentisch bleiben. Dieses Ziel verfolgt sie auch selbst: Menschen mit ihrer Musik erreichen und sie vielleicht sogar dazu inspirieren, selbst kreativ zu werden.

Die Bühne als Zuhause

Trotz ihrer noch jungen Karriere fühlt sich die Bühne für Shelly Ann bereits wie ein Zuhause an. Auch wenn die ersten Auftritte noch von Nervosität geprägt waren, wurde es mit der Zeit immer einfacher. Heute steht sie meist alleine mit Gitarre auf der Bühne und überzeugt mit ruhigen, natürlichen Vibes. Langfristig träumt sie jedoch von einer kompletten Band mit Schlagzeug, Bass, Piano und zweiter Gitarre.

Zwischen Unabhängigkeit und Musikindustrie

In der Musikindustrie hat sie aber auch schon weniger schöne Erfahrungen gemacht – etwa mit einem Tontechniker, der sie nicht ernst genommen hat. Solche Erlebnisse bestärken sie darin, ihren eigenen Weg zu gehen. Aktuell arbeitet sie bewusst unabhängig, um ihre künstlerische Freiheit zu behalten und authentisch zu bleiben.

Blick nach vorne – vielleicht Richtung UK

Ihr Blick geht dabei auch über die Schweiz hinaus: Besonders die UK und Städte wie Brighton haben es ihr angetan. Trotzdem bleibt ihr Fokus klar: Musik machen, Gefühle teilen und Menschen erreichen. Denn genau darum geht es ihr am Ende – nicht um Zahlen oder Bekanntheit, sondern darum, dass sich andere durch ihre Songs weniger allein fühlen.

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