Sprechstunde

Trash- und Lyrik auf 5qm

01.11.2018

Was bei den meisten ziemlich in die Hose gehen würde, hat bei André Schürmann und Jürg Lischer Früchte getragen: Einfach so ein eigenes Kulturlokal eröffnen. Die Loge in Luzern ist schon seit 14 Jahren beim Helvetiagärtli zu Hause und bietet eine Literaturbühne, wie es sie sonst in Luzern nirgends gibt.

Angefangen hat jedoch alles in einer Galerie, wo die zwei von zu Hause die Tische, Stühle und Getränke mitbringen mussten. Wenn dann mal der Flaschenöffner fehlte, musste man wohl oder übel kurz einen zu Hause holen gehen. Solche Geschichten sind zwar mittlerweile passé, eingerostet ist die Loge jedoch noch lange nicht. Bei ihren Literatur- und Leseabenden gibt es nämlich keine Vorträge, welchen man mucksmäuschenstill lauschen muss und dabei fast einschläft. Von Trash bis Lyrik gibt es bei ihnen alles zu entdecken und Platz für Diskussionen und Gespräche soll es auch immer geben. Nicht nur ihr Programm, sondern auch die Lokalität an sich macht die Loge einzigartig, denn die Bühne könnte kaum kleiner sein: Sie misst gerade mal 5m2.

Inwiefern sich die Loge nicht nur als Literaturbühne, sondern auch als Plattform und Sprungbrett für Personen aus der Spoken Word Szene versteht, kannst du im Beitrag mit Jürg Lischer nachhören:

Vor gut drei Jahren, als das Radio 3FACH aus der Zwischennutzung im Himmelrich sendete, zeigte auch die Loge ihre Veranstaltung The Beauties & Das Biest in den ehemaligen Wohnhäusern. Wie es dazumals klang und auch am nächsten Dienstag (06.11.2018) bei einer weiteren Ausgabe der Lesebühne klingen könnte, kannst du hier als Podcast nachhören:

Fotos: Loge Luzern

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