Märchen, Philosophie und Opernklassiker: Mit «Die Zauberflöte» bringt das Luzerner Theater eines der berühmtesten Werke von Wolfgang Amadeus Mozart in einer farbenfrohen Neuinszenierung auf die Bühne. Regisseurin Christine Cyris verbindet dabei fantasievolle Bildwelten mit zeitlosen Fragen über Liebe, Wahrheit und Menschlichkeit.
Seit November wird im Luzerner Theater Mozarts berühmte Oper «Die Zauberflöte» vorgeführt. Mit einer farbigen, comicartigen Inszenierung von Regisseurin Christine Cyris, in Zusammenarbeit mit Henning Wagenbreth und Menas Köferli wird die Oper neu inszeniert. Sie zeigen, dass ein Stück aus dem 18. Jahrhundert noch heute überraschen kann.
«Die Zauberflöte» erzählt die Geschichte des Prinzen Tamino, der sich mit dem Vogelfänger Papageno auf eine abenteuerliche Reise begibt. Mit Hilfe einer Zauberflöte soll er Pamina retten. Was wie ein verträumtes Märchen wirkt, entpuppt sich als eine tiefgründige Erzählung über Liebe, Prüfungen und die Suche nach der eigenen Identität.
Inspiration aus unerwarteten Ecken
Die Oper ist voller Symbolik der Freimaurer. Wolfgang Amadeus Mozart und der Librettist Emanuel Schikaneder waren beide Mitglieder dieser Bewegung. Zahlen wie die Drei, Rituale und Grundsätze wie Wahrheit, Vernunft und Brüderlichkeit ziehen sich durch das Werk. Trotzdem beschäftigt Mozart vor allem eine Frage: Was bedeutet es eigentlich, Mensch zu sein?
"Mozart kommt der Frage in seiner Musik viel näher als in seinen Texten", sagt Christine Cyris.
Uraufgeführt wurde «Die Zauberflöte» am 30. September 1791 in Wien. Wenige Monate später verstarb Mozart. Dennoch gehört sie bis heute zu den beliebtesten Opern weltweit.
Wie bleibt's spannend?
Die Regisseurin Christine Cyris studierte Musiktheater-Regie in Hamburg, Spatial Design an der Zürcher Hochschule der Künste und Kultur- und Medienmanagement. Neben klassischen Opern interessiert sie sich besonders für Neues Musiktheater und experimentelle Formen.
"Ich habe das Stück unzählige Male gesehen, und finde trotzdem immer etwas Neues", so Christine.
Sie will die Oper für alle zugänglich machen und fand durch die comicartige Inszenierung ihre Lösung dafür. Auch wenn die Oper für Familien ausgelegt ist, finden sich im Theatersaal Menschen aller Altersstufen.
Die Produktion für "Die Zauberflöte" entstand in Kooperation mit der Luzerner Kantorei und dem Boys Choir Lucerne.
Kommende Aufführungen
Montag, 25. Mai, 17.00 - 20.00
Samstag, 13. Juni, 19.30 - 22.30