Auf einer rosaroten Vespa fahren Bahram (Bahram Ark) und Sadaf (Sadaf Asgari) durch die Strassen Teherans. Er ist ein renommierter und international gefeierter Regisseur, gewinnt mit seinen Filmen sogar Preise. Nur seine Heimat, der Iran, will seine Werke nicht sehen. Da seine Werke auf Aserbaidschanisch gedreht werden, seiner Muttersprache, fallen seine Werke im Iran (Amtssprache Persisch) unter die Zensur. Das Kulturministerium lässt ihn dementsprechend wieder abblitzen. Doch dieses Mal will er sich damit nicht abfinden.
Gemeinsam mit seiner Partnerin und Produzentin Sadaf sucht er nach Schlupflöchern, um seine Arbeit zeigen zu können. Irgendwie kämpfen sich die beiden durch und nehmen Zuschauer*innen mit auf eine politische Reise – auf welcher der Staat sie immer beobachtet.
«Divine Comedy» zeigt auf, wie sich Menschen durch ein erdrückendes System durchmogeln. Auch die Wahl der Schauspieler*innen zeigt dies: Bahram Ark und Sadaf Asgari haben beide in ihrer Arbeit bereits Zensur durch den Iran erlebt. Sadaf beispielsweise, darf im Iran keine Filme drehen.
Der Film ist langsam und enthält viele sarkastische Gespräche. Ali Asgari meint dazu: «Lachen soll zu einem politischen Akt werden». Auch die Wahl des Filmtitels wurde bewusst mit einer Anspielung auf den Film von Dante Alighieri gewählt. Die beiden Protagonist*innen befinden sich sozusagen auf einer dantesken Odyssee.
Hier kommst du zum Trailer. Ab Donnerstag, dem 23. April, kannst du «Divine Comedy» im Stattkino sehen.
- Do, 23. April - 20.30 Uhr
- So, 26. April - 13.30 Uhr
- Mi, 29. April - 20.30 Uhr
- So, 3. Mai - 13.30 Uhr
- Fr, 8. Mai - 20.30 Uhr
- So, 10. Mai - 13.30 Uhr
- weiter Aufführungen findest du hier