Sprechstunde

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Welche Erinnerungen an deine Grosseltern sind dir lieb? Was lernst du von ihnen? Wo behältst du lieber einen Abstand zu deinen Grosseltern? Diese Fragen werden im Stück Dinge, die bleiben gestellt. Die Spielenden haben sich autobiografisch damit befasst, und stellen sie zugleich dem Publikum. Es entsteht ein Spiegel, auf dem sich Vergangenheit mit Gegenwart und Zukunft reflektiert. 

Durch ein autobiografisches Herantasten an die Beziehung zu den Grosseltern eröffnet sich eine intime Bildlandschaft - diese wird auch im Bühnenbild sichtbar, das aus Gegenständen besteht, welche die Performenden von ihren Grosseltern mitbringen. 

Doch so persönlich Dinge, die bleiben auch ausgelegt ist, so nahe kommt es auch dir als Zuschauende. Denn Grosseltern zu haben, ist nicht nur persönlich, sondern betrifft uns alle. 

Egal, ob unsere Grosseltern noch leben oder nicht, und egal, welches Verhältnis wir zu ihnen pflegen: Es erstreckt sich eine lange Zeitspanne innerhalb unserer Beziehung. Eine Zeitspanne, die Geschichten beinhaltet, die Differenzen aufzeigt, die vielleicht auch Nähe schafft oder Geheimnisse birgt. Eine Zeitspanne, die zur Spiegelachse wird im Stück Dinge, die bleiben. 

Benjamin Heller sieht in der Beziehung zu seinen Grosseltern die Möglichkeit, Nähe und Distanz gleichermassen zu fühlen und sich so gut reflektieren zu können. Die Fragen, die gestellt werden, finden auch im Publikum einen Resonanzraum und klingen nach dem Stück nach. Ein spiegelnder Frage-Kosmos darüber, wie wir Beziehungen führen wollen, was unsere Zukunft noch bringen wird, wie wir Verständnis kreieren können, wo wir uns abgrenzen müssen. 

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