Stooszyt

Wie die Krankenkassen Löcher stopfen

15.09.2017

Zugegeben - wir können's langsam auch nicht mehr hören. "Luzerner Sparpolitik". Aber die Thematik beschäftigt nun einmal den ganzen Kanton. Und auch uns.

Vergangenen Dienstag hat das Kantonsparlament definitiv alle Sparmassnahmen angenommen. Und damit Ja gesagt zur Kürzung des Budgets 2017. Rund 20 Millionen Franken sollen demnach noch dieses Jahr gekürzt werden. 15 Millionen davon alleine bei der Prämienverbilligung.

Von dieser Massnahme sind rund 8'000 Luzerner Haushalte betroffen. Sie müssen ihre Prämienverbilligung zurückzahlen. Wie hoch die zu zahlenden Beträge sind, wird Anfang Oktober bekannt. Klar ist aber, dass wirtschaftlich schwächer gestellte Personen von der Sparmassnahme betroffen sind. Diese erhielten von der kantonalen Ausgleichskasse bisher eine Prämienverbilligung, mit welcher ein Teil ihrer Krankenrechnungen gedeckt wurde. Dieser Anteil fordert der Kanton nun zurück. Ein Schritt, welcher nicht wenige Haushalte in den finanziellen Engpass zu zwängen droht.

Und genau deshalb wollen Krankenkassen nun ihren Kunden unter die Arme greifen, wie die Versicherungen CSS und Concordia mitteilen. Die CSS will den Versicherten Ratenzahlung ermöglichen und plant einen Mahnungsstopp. Die Krankenversicherung Concordia hat sogar verkündet, dass sie bis auf weiteres auf die Rückzahlungen verzichten will.

Die Löcher, welche sich der Kanton durch seine Tiefsteuerpolitik also gegraben hat, werden nun von den Krankenkassen gestopft.

Wie genau die Rückzahlungen erfolgen sollen, und wie die Krankenkasse CSS ihre Hilfemassnahmen plant, kannst du im Player ganz oben nachhören.

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