Trojaner

Den eigenen Zyklus kennen, verstehen und erwarten

Als Jugendliche*r bereits den eigenen Körper kennen - und in der Tasche haben

Die digitale Welt ist mittlerweile in den meisten Aspekten unserer Leben wiederzufinden - so auch im medizinischen Bereich. Sei es die Health-App auf dem iPhone, Fitness Apps, oder auch Apps, die deine Periode tracken.

Über eine solche App - welche aber mehr als nur eine App ist - haben wir gesprochen. Das kannst du dir hier anhören:

Diese App trägt den Namen "Teena". Nebst der App benötigst du noch das dazugehörige Temperaturmessgerät, mit welchem du jeden Tag bevor du aufstehst deine Körpertemperatur messen musst.

Der Teena Temperaturmesser und die Teena App (Bild: myteena.com)

Über diese Funktion haben wir mit der Entwicklerin Natalie Rechberg gesprochen. Wie sie selbst erklärt hat, funktioniere die App, da du je nach Phase deines Zyklus' eine minim andere Körpertemperatur hast. Natalie Rechberg hat auch die Funktionen "Daysy" und 2Femcomp" entwickelt, welche jedoch darauf ausgelegt sind, die eigene Fruchtbarkeit zu tracken. Teena funktioniere da ganz anders.

"Es geht nicht um einen Partner - es geht nur um uns"

Daher ist Teena - wie es der Name schon andeutet - hauptsächlich für Teenager*innen konzipiert worden. Das Ziel ist hierbei, nicht nur den eigenen Zyklus kennenzulernen, sondern auch zu wissen, was im eigenen Körper passiert. Auch die Anwendung von Teena sei darauf ausgelegt, für junge Menschen attraktiv zu sein, was aber auch als Herausforderung galt. Immerhin ist es schwierig zu wissen, was Jugendliche wollen, brauchen, oder hilfreich finden. Dass Teena an ihrem Zielpublikum nicht vorbeizieht, seien auch mehrere Umfragen im Spiel gewesen, in welchen Jugendliche und auch Eltern befragt wurden.

Im Jugendalter ist nicht nur die Periode selbst stressig, sondern auch, dass der eigene Zyklus oft noch nicht regelmässig ist. Aufgrund dessen ist es schwierig, auf alleinstehende Perioden-Tracker zu vertrauen. Da Teena aber auf die eigene Körpertemperatur abgestimmt ist, könne die App auch bei irregulären Zyklen funktionieren. Es ginge darum, dass man ein Muster im Zyklus entdeckt.

Nebst den bereits genannten Zielen von Teena ist für Natalie Rechberg auch die Aufklärung wichtig - auch hier nicht im sexuellen Aspekt, sondern rein im Persönlichen.

Wo früher Aufklärung in der Schule angesprochen wurde, findet diese nun immer mehr im Internet statt; insbesondere Soziale Medien wie TikTok seien Spitzenreiter darin, solche Informationen rasant zu vermitteln. Natalie Rechberg sieht darin einen Nutzen, aber erkennt auch die Probleme darin.

"Es ist einfach so, dass oft Sachen gezeigt werden, die nicht Altersgerecht sind"

Oder es werden Informationen verbreitet, die nicht fundiert sind.

Mit dieser Aufklärung kommt auch der Wunsch von Natalie Rechbergs Seite, das Stigma und die Angst rund um die Periode zu verringern. Noch immer sei die Periode ein Tabu-Thema, welches nur selten in tiefe angesprochen werde. 

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