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Konzernverantwortung: anständig oder übertrieben?

Wer einen Schaden anrichtet, soll dafür haften. Klingt nach einer Selbstverständlichkeit? Ist es nicht, zumindest in den Augen der Initianten der Konzernverantwortungsinitiative (KOVI). Laut Ihnen begehen verschiedene Schweizer Konzere oder deren Tochterfirmen Verstösse gegen Menschenrechte und internationale Umweltstandards. Weil das Rechtssystem vor Ort kaum funktioniert, kommen Sie damit ungestraft davon.
Dem will das Komitee aus NGO's mit der Konzernverantwortungsintiative nun ein Ende setzen.

Diese verlangt, dass Schweizer Unternehmen vor Schweizer Gerichten für Verstösse gegen Menschenrechte oder internationale Umweltstandards im Ausland belangt werden können. Dies gilt nicht nur für die Schweizer Unternehmen selbst, sondern auch für deren Tochterfirmen oder von Ihnen kontrollierte Unternehmen, etwa abhängige Lieferanten.

Elias Balmer (Vorstand JUSO Luzern) erklärt: "Geschädigte müssen ihre Rechte einfordern können." Konzerne sollen zur Rechenschaft gezogen werden.  

Es gehe nicht nur um Konzerne, sondern auch KMU's, meint Thomas von Allmen (Vize-Präsident Jungfreisinnige Kanton Luzern). "Die Initiative halst diesen grundlos ein Bürokratiemonster auf". Der Gegenvorschlag des Parlaments reiche aus.

Was unterscheidet Initiative und Gegenvorschlag? Erreicht die KOVI ihr Ziel tatsächlich? Oder schadet Sie der Wirtschaft der betroffenen Länder?
Darüber haben die beiden im Studio diskutiert.




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