Trojaner

Feministischer Streik - nicht nur im echten Leben

Gleichstellung, Solidarität und Wertschätzung

Das ist nicht nur das Motto des diesjährigen Feministischen Streiks in vielen Schweizer Städten, sondern auch von vielen feministischen Bewegungen, die durch soziale Medien an Aufmerksamkeit gewonnen haben.

Wahrscheinlich kam dir direkt eine gewisse Bewegung in den Sinn, als du Oberes gelesen hast.

#MeToo

Aber so neu ist diese Kampagne nicht mal - offiziell ins Leben gerufen wurde sie bereits 2006 von Tarana Burke über ihre non-profit Organisation "Just Be Inc."

"It was an exchange of empathy, really"


"We startet a program specifically for girls. But within that program the girls would come to us and disclose their experience with sexual violence"
- Tarana Burke in einem Interview mit UN Women


Nach dieser Erfahrung dachten sie sich, sie müssen ihre Kampagne weiterführen - nicht nur für Mädchen, sondern für alle Frauen, die von sexueller Gewalt betroffen waren und sind.

Vorerst war die MeToo Bewegung insbesondere auf MySpace erreichbar - die späten 2000er erlaubten kaum mehr Internetpräsenz als das. Über zehn Jahre hat es deshalb gedauert, bis die Bewegung an weltweiter Anerkennung gewann - durch einen Tweet von Alyssa Milano:

Später kam noch der Weinstein-Skandal dazu - der (mittlerweile Ex-)Produzent Harvey Weinstein wurde von knapp 90 Frauen beschuldigt, sie sexuell belästigt zu haben. Nach langen Prozessen wurde er in den USA dann auch zu 23 Jahren Haft verurteilt.

Der Aufschwung der MeToo Bewegung hat sicher viel mit den soialen Medien zutun. Mit Social Media ist es bestimmt einfacher, solchen Bewegungen an Aufmerksamkeit zu schenken. Nur schon Leute zu sehen, die über jegliche Themen rund um Feminismus reden, hilft da mit. Vor allem aber auch, wenn ein Protest über soziale Medien organisiert wird - wie auch der feministische Streik heute in Luzern. 

Natürlich ist Social Media nicht alles; wie auch in allen anderen Aspekten unseres Lebens braucht es nebst Instagram und co. auch direkte Massnahmen, die wir im echten Leben ergreifen.

Wir haben noch mehr darüber gesprochen, inwiefern soziale Medien den Feminismus prägen. Die ganze Sendung kannst du dir hier anhören:

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