Trojaner

How to heal from a heartbreak - start a podcast!

Das Internet ist ein zwei-schneidiges Schwert – zum einen bring es neue Risiken und Gefahren mit sich, auf der anderen Seite bietet es auch neue Möglichkeiten für Individuen. Eine dieser grossen Möglichkeiten ist der persönliche Ausdruck im digitalen Raum. Dabei gibt es fast nichts, was es nicht gibt: vom Twitch-Streamer, über Online-Moms bis hin zu Musikerinnen und Musiker. Jeder und jede hat die Möglichkeit, seine oder ihre (digitale) Fussabdrücke im Netz zu verteilen. Dabei sind die Einstiegsschwellen so tief wie noch nie. Man braucht oft nicht mehr als einen Computer mit Internetanschluss. Im Handumdrehen können Personen Kunstwerke, Gedichte, Beats oder Spiele produzieren und verbreiten. Die Motivation dafür kann so vielfältig sein, wie die Künstlerinnen und Künstler selbst. Laut der Statistikvergleichsplattform de.statista.com nutzen 5.5 Milliarden Menschen das Internet tagtäglich. Dieser Markt ist so gross wie noch nie. Einen beachtlichen Teil dieses Marktes für den digitalen Selbstausdruck nimmt der Podcast ein. wbbeginner.com meint, dass es weltweit über 4,2 Millionen regelmässig erscheinende Podcasts gibt. 


Wie es ist, eine Podcasterin zu sein, erklärt Jamie Mares im folgenden Interview.

Die Rolle von Konsumentinnen und Konsumenten hat sich in den letzten Jahren verändert. Auf Newsplattformen sieht man vermehrt den Begriff "Lesereporter". Das bestätigt den Trend - Nutzerinnen und Nutzer werden gleichzeitig zu Produzentinnen und Produzenten. Digitales Storytelling ist auf dem Peak ihrer Existenz – wenn man nicht gerade einen eigenen Podcast hat, hat man vielleicht einen Travel-Blog oder einen Meme-Channel auf Instagram oder sogar eine eigene Website. Dabei kommen audiovisuelle Inhalte oft besser an, als reine Text- oder Bild-Inhalte. Eine SRF Studie zu Nutzungsverhalten im Internet fand heraus, dass über 72% der 15- bis 35-Jährigen täglich Videos auf YouTube konsumieren. 


Digitale Inhalte sind remote abrufbar oder produzierbar. Ein Beispiel zur Illustration: Künstlerinnen und Künstler brauchen nicht in ein Atelier gehen, um ein Bild zu malen – das geht gemütlich auf dem Laptop mit der Applikation des Vertrauens. Zudem braucht es keine grosse Connections zu Museen oder Ausstellungen – ein Pinterest oder Instagram Account ermöglicht potenziell ein riesiges Publikum. Remote ermöglicht den Konsum von Inhalten über Ländergrenzen hinweg und ist somit ein weiterer grosser Vorteil für Kunstschaffende im digitalen Raum.


Technologische Entwicklungen, unter anderem durch die KI, sorgen für persönlichere und unmittelbarere Inhalte. Diese sind oft nahezu perfekt auf die Bedürfnisse und Interessen der Konsumentinnen und Konsumenten zugeschnitten. Eines dieser Bedürfnisse ist der Wunsch nach Aktualität und Partizipation. So kommen Formate mit Live- und Interaktionskomponenten sehr gut beim Publikum an. Dieser Trend sollte sich mit fortschreitenden technologischen Verbesserungen und die damit einhergehenden Möglichkeiten zunehmen.


Was auf den ersten Blick erfreulich wirkt, hat auch eine Kehrseite. Viele Personen nutzen soziale Medien, um ihre Identität auszuleben und sich selbst auszudrücken. Gleichzeitig nutzen (mehrheitlich junge) Menschen diese sozialen Plattformen zur Wissensbeschaffung. So kann es zu Missverständnissen kommen, denn in diesem Forum treffen persönliche Meinungen, Vorstellungen, Ansichten auf seriöse journalistische Inhalte. Es ist wichtig die Unterschiede wahrzunehmen und die Inhalte dem "Sinn" entsprechend zu konsumieren. Beispielsweise verfolgt wahrscheinlich der Influencer xy mit seinen Posts eigensinnige Ziele, während Posts von Zeitungen Ziele wie Bildung oder Informationsfluss verfolgen. 


Die Möglichkeiten, um sich selbst im Netz zu verewigen sind fast so zahlreich wie die Sterne am Himmel. Die Chance sich öffentlich mitzuteilen oder an Diskursen teilzunehmen ist enorm wichtig. Die Kehrseiten von Datenschutzproblemen, potenzielle Abhängigkeiten von digitalen Bestätigungen oder Cybermobbing sind sorgfältig abzuwägen, bevor man einen Schritt ins Netz wagt. Doch beachtet man diese Risiken und stellt sich gut auf sie ein, bietet das Netz eine unendliche Spielwiese zum Erkunden und zum Wachsen.

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