Trojaner

Realitätsverlust: Deep Fakes on the Rise

17.11.2020

Seit der Erfindung des Fotoapparats werden Bilder manipuliert. Heute ist das wahrscheinlich dank Photoshop und Co. so einfach wie noch nie. Bei Videos war das aber immer etwas schwieriger. Doch im Zeitalter der Künstlichen Intelligenz fällt auch diese Hürde. 

Deep Fakes heissen die Videos, welche durch Künstliche Intelligenz generiert und gefälscht wurden. Typischerweise werden Gesichter oder Stimmen ersetzt und selbst für Profis sind sie kaum von echten Videos zu unterscheiden. Das birgt Sprengstoffpotential. In der Gesellschaft, aber auch in der Politik. Denn in Bubbles, in denen Quellenverifizierung ein Fremdwort ist kann so schnell der politische Gegner diskreditiert werden, der sich dann wieder rechtfertigen muss, und so erreichen, dass wieder über Wahrheit statt über Massnahmen diskutiert wird. 

Denn ein Deep Fake ist schnell erstellt. Du brauchst dazu einen Computer, die entsprechende Open-Source-Software und einigermassen viele Bilder der neuen Person. Die Künstliche Intelligenz erledigt den Rest. Doch falls man davon betroffen ist, kann man dagegen vorgehen. Die Verwendung des eigenen Bildes ist strafbar. Und auch in der Wirtschaft wird an Gegenmassnahmen gearbeitet. Ein Konsortium von Microsoft, Amazon und Facebook ist derzeit daran, ein Verfahrung zur Echtheitsverifizierung von Videos sowie eine Software zur Erkennung von Deep Fakes zu entwickeln.



Hier noch das erwähnte, der spassigen Seite der Deep Fakes zuzuordnenden, Nicolas Cage Video:



In der Digitaldosis bearbeiten und erklären die Studenten Reto Stadelmann und Lukas Huwyler von der Hochschule Luzern Informatik aktuelle und relevante technische Neuerungen und Entwicklungen. Die richtige Dosis digital, einfach und verständlich erklärt.        

Bild: Pixabay


Wir verwenden Cookies um die Performance unserer Website zu messen. Möchtest du diese Cookies akzeptieren?