Gspröchsstoff

"Aufbauen ist einfacher als Erhalten"

Es begann 1984. Die Gemeinde Schötz feierte ihren 800. Geburtstag. "'Die Jungen' liess man dann auch noch mitmachen," erinnert sich Norbert Bossart. Die Schötzer Jugend liess sich nicht lumpen und stellte einen Konzertabend auf die Beine, mit Rockbands aus der Szene rund um den Sedel in Luzern. Ein durchschlagender Erfolg: Die Turnhalle war voll und das Feuer bei den jungen Schötzer*innen entfacht. Der Kulturverein Träff Schötz wurde aus der Taufe gehoben.

Von den jungen Wilden zum etablierten Player

Bis heute ist Norbert Bossart dem "Träff" treugeblieben. Während der Verein in den Anfangszeiten nur Konzerte organisierte, hat er sich inzwischen als Kleinkunstveranstalter etabliert. Regelmässig stehen Schweizer Szenegrössen in Schötz auf der Bühne. Nebst kleineren "Häppchen" an Veranstaltungen, wie Norbert Bossart sagt, stellt Träff Schötz auch grosse und einmalige Projekte auf die Beine. Etwa 2017, als der Verein das Zivilschutzareal bespielte und unter dem Namen "One Burning Man" das Amerikanische Kultfestival "Burning Man" adaptierte: auf der Bühne standen nur Solo-Acts.

Schöne Gegenwart, unsichere Zukunft

In der langen Geschichte des Träff Schötz hat sich auf der Luzerner Landschaft einiges verändert. Die Mobilität wurde verbessert, ein Konzertbesuch in der Stadt ist mit den ÖV problemlos möglich. Gleichzeitig vergrösserte sich das kulturelle Angebot auf dem Land. Norbert Bossart ist glücklich über die Vielfalt an Veranstaltungen, die auf der Luzerner Landschaft stattfinden. Doch er sagt: "Aufbauen ist einfacher als Erhalten." Die Zukunft der Kulturvereine auf dem Land sieht er nicht als gesichert. Die bestehende Vielfalt müsse stetig gepflegt werden. Wie das geht, erklärt der aktuelle Preisträger des Kulturförderpreises des Kantons Luzern im Gespräch:

Alle Folgen des Talk-Podcasts "Gspröchsstoff" gibt es hier zum Nachhören:



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