Gspröchstoff

Rettung auf hoher See - Was steckt hinter den Schlagzeilen?

03.11.2018

Im Sommer dieses Jahres hat die Wochenzeitung ZEIT für Schlagzeilen und hitzige Diskussionen gesorgt. In einem Artikel haben sie sich mithilfe eines Pro und Contra gefragt: Ist es legitim, wenn Privatpersonen Flüchtende Menschen in Seenot retten? Egal wie man persönlich dazu steht, die Zahlen sprechen für sich: In gerade einmal drei Jahren hat die private Europäische Organisation SOS Mediterranée 29'000 Menschen mit ihrem Schiff Aquarius aus der Seenot gerettet. 29'000 Menschen welche ohne die Hilfe von SOS Mediterranée vermutlich im Mittelmeer ertrunken wären.

Hinter SOS Mediterannée stehen vier Länder: Deutschland, Frankreich, Italien und seit gut einem Jahr auch die Schweiz. Ihre Mission lässt sich mit drei Worten zusammenfassen: Retten, Beschützen, Bezeugen.

Eigentlich sollte dies alles im Präteritum stehen: Sie haben gerettet. Mittlerweile wurde der Aquarius die Flagge entzogen und ohne diese darf sie nicht auslaufen. Eine komplizierte Eigenheit des internationalen Seerechts, genauer des Flaggenrechts. An dieses ist auch die Aquarius gebunden, egal wie humanitär und gemeinnützig ihre Mission ist.

Die Sendung Gspröchsstoff hat sich mit Thomas Bischoff, dem Präsidenten von SOS Mediterranée Suisse getroffen, um mehr über die Aquarius und die sogenannte Private Seenotrettung zu erfahren. Denn entweder machen ertrinkende Menschen fette Schlagzeilen oder sie sind medial abwesend.

Doch was passiert dann, wenn die Menschen in Seenot aus unseren Schlagzeilen und Köpfen verschwinden?

 

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