Sprechstunde

Was macht das Exil mit der Sprache?

Wegen eines Theaterstücks musste der in Bagdad geborene Autor Usama Al Shahmani 2002 aus dem Irak in die Schweiz flüchten. Mit der Frage wie das Exil einen Menschen - insbesondere seine Sprache - verändert, befasste sich der Autor in seiner Predigt in der Peterskapelle in Luzern. 

"Das Exil hat meine Sprache bereichert"

2018 veröffentlichte der Autor Usama Al Shahmani seinen ersten deutschen Roman "In der Fremde sprechen die Bäume arabisch". In diesem von seiner persönlichen Geschichte geprägten Roman befasst sich Al Shahmani mit seiner Flucht, den Erfahrungen im Exil und dem Spagat zwischen der neuen und alten Heimat. Um ähnliche Themen und Erfahrungen kreiste auch sein zweiter Roman "Im Fallen lernt die Feder fliegen", welcher 2020 erschienen ist. 

Usama Al Shahmani sagt von sich selbst, dass er zu einer Generation gehöre, welche das Schweigen und nicht das Sprechen gelernt habe. In einer Diktatur werde das Schweigen zum Normalzustand. Auch in diesen Momenten, sagt Al Shahmani, in denen man eigentlich sprechen müsste. Im Rahmen der Veranstaltungsreihe Die Predigt zeigte Usama Al Shahmani, dass Sprache vielmehr ist, als bloss eine Aneinanderreihung von Wörtern: 

In "Die Predigt" kommen einmal im Monat Persönlichkeiten aus Politik, Literatur, und Wissenschaft zu Wort. Die Veranstaltung findet jeweils am Sonntagvormittag statt. Die Predigten lassen sich jeweils ab dem darauffolgenden Donnerstag auf 3fach.ch nachhören. Alle Infos zur Veranstaltungsreihe gibt es hier. Die nächste Predigt findet am 29. August in der Peterskapelle mit der Ökonomin Monika Bütler und dem Musiker Albin Brun statt, Infos und Tickets gibt es hier

Die Predigt ist eine Veranstaltungsreihe von Kultz, Werkstatt für Theater, Peterskapelle Luzern, Kulturhof Hinter Musegg und Radio 3FACH.

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