Trojaner

Der analoge Farbfilm trotzt der Digitalisierung

Seit Anbeginn der Filmgeschichte haben Filmschaffende über 200 verschiedene Farbfilmverfahren entwickelt. Das heisst, die Farbe kam immer andersartig in den Film. Um 1900 hat man z.B. noch jedes Frame einzeln per Hand farbig bemalt. Allein das zeigt, dass das Digitalisieren dieser alten, analogen Filme kein Leichtes ist. Genau dieser Aufgabe hat sich aber Barbara Flückiger verschrieben. Sie ist Professorin für Filmwissenschaften an der Universität Zürich und untersucht seit einigen Jahren Farbe im Film. Weil der analoge Film über chemische Prozesse funktioniert und Bildinformationen physikalisch festhält, kann derselbe auch nicht einfach schnell gescannt und so ins Digitale übertragen werden.

Kameranegativ invertiert Exportfassung, Bundesarchiv (Foto: Barbara Flückiger)

Fallbeispiel: Münchhausen (1943)

Ein besonders schwieriger Fall war der Film Münchhausen aus den 40er-Jahren. Davon ist nämlich nur das Kameranegativ B überliefert worden. Bessere Versionen sind nicht mehr auffindbar. Ob diese etwa durch den Krieg verloren gingen, davon geht die Forschung zwar aus – ist jedoch nicht abschliessend geklärt. Mehr dazu hörst du im Podcast.

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