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Kryptowährungen einfach erklärt

Wie funktioniert eine Kryptowährung und wer bestimmt dessen Wert? Dies sind nur wenige Fragen, die wir zum Thema Kryptowährungen geklärt haben. Alles was du dazu wissen musst, findest du hier im Blog in Textform und als Audio weiter unten.

Was ist eine Kryptowährung und wer bestimmt deren Wert?

Eine Kryptowährung zu erklären, ist gar nicht so einfach. Ich nutze dazu den Bitcoin als Vergleich. Bitcoin ist eine Währung mit einem Wert. Dies ist wohl die einzige Gemeinsamkeit mit einer Fiat Währung, wie zum Beispiel dem Schweizer Franken. Das Konzept von Bitcoin wurde 2008 in einem White Paper von Satoshi Nakamoto auf einer Mailingliste über Kryptographie vorgeschlagen. Über Satoshi Nakamoto ist fast nichts bekannt. Man weiss nicht, ob es ein Alias einer Person oder sogar einer Gruppe ist oder ob es eine real existierende Person sein könnte. Der Gedanke einer kryptographischen Währung entstand bereits in den 90er Jahren im Umfeld der Cypherpunk-Bewegung. Bitcoin ist der erste erfolgreiche Versuch einer digitalen Währung, die ohne eine zentrale Stelle funktionieren kann. Man kann sich Kryptowährungen eigentlich wie Gold vorstellen, mit dem Unterschied, dass es digital ist. Es behält seinen Wert nur so lange wie man daran glaubt, denn an sich ist es wertlos. Den Preis erhält der Bitcoin durch das Angebot und die Nachfrage. Steigt das Angebot, sinkt der Preis und steigt die Nachfrage, so steigt auch der Preis.

Welche Rolle spielt die Werbung bei Kryptowährungen?

Wer ohne Adblock im Internet oder besser gesagt auf YouTube unterwegs ist, hat bestimmt schon einmal einen euphorischen Mann gesehen, der viel Geld in kurzer Zeit verspricht. Werbungen für den Einstieg in das Online Trading sind hoch im Kurs - aber wieso? Um diese Frage zu klären, habe ich mit Simon gesprochen. Er ist 22 und stammt aus Luzern. Seit fast drei Jahren lebt er von den Einnahmen des Online Tradings.

Unter dem Begriff Online Trading versteht man im Allgemeinen das Handeln mit digitalen Währungen. Man kauft also zu einem günstigen Zeitpunkt zum Beispiel Bitcoins ein und verkauft diese nach der Wertsteigerung.

Um die Frage zu klären, weshalb man nun Werbung dafür macht, dass andere Menschen mit dem Online Trading beginnen, fragte ich Simon, welche Rolle Werbung bei Kryptowährungen spielt?

"Geld alleine macht mich nicht glücklich. Ich bin dadurch zwar freier und kann mir vieles leisten aber ein gutes Sprichwort besagt - verdienen kommt vom Dienen. So gestalte ich auch mein Leben. Ich möchte nicht nur Geld, sondern auch etwas der Gesellschaft weitergeben, in dem ich mein Wissen teile. Natürlich brauche ich dadurch Werbung, mit der ich Menschen erreichen kann, die sich für das Online Trading interessieren oder damit beginnen wollen. Es erfüllt mich, wenn ich zum Beispiel nach einigen Jahren von jemandem erfahre, dass er oder sie sich durch das Online Trading einen Traum erfüllen konnte. Es gibt aber auch viele Werbungen, die einem in sehr kurzer Zeit sehr viel Geld versprechen. Ich habe am Anfang auch an solch ein Wunder geglaubt, musste dann aber schnell realisieren, dass es das schnelle und einfach verdiente Geld nicht gibt. Dahinter steckt meistens ein Betrug, welcher sich durch Provisionen oder Gebühren finanziert.", sagte Simon.

Das Bitcoin-Whitepaper von Satoshi Nakamoto

Satoshi Nakamoto schrieb im Bitcoin-Whitepaper folgende Formulierung auf:

„Das Kernproblem konventioneller Währungen ist das Ausmaß an Vertrauen, das nötig ist, damit sie funktionieren. Der Zentralbank muss vertraut werden, dass sie die Währung nicht entwertet, doch die Geschichte des Festgeldes ist voll von Verrat an diesem Vertrauen. Banken muss vertraut werden, dass sie unser Geld aufbewahren und es elektronisch transferieren, doch sie verleihen es in Wellen von Kreditblasen mit einem kleinen Bruchteil an Deckung. Wir müssen den Banken unsere Privatsphäre anvertrauen, vertrauen, dass sie Identitätsdieben nicht die Möglichkeit geben, unsere Konten leerzuräumen. Ihre massiven Zusatzkosten machen Micropayments unmöglich.
Eine Generation früher hatten Nutzer von Time-Sharing-Computersystemen ein ähnliches Problem. Vor dem Aufkommen von starker Verschlüsselung mussten die User sich auf Passwortschutz für ihre Daten verlassen und dem Systemadministrator vertrauen, dass dieser ihre Informationen vertraulich hielt. Diese Privatsphäre konnte jederzeit aufgehoben werden, wenn der Administrator zu dem Schluss kam, dass sie weniger wog als andere Belange, oder auf Anweisung seiner Vorgesetzten. Dann aber wurde starke Verschlüsselung für die Masse der Nutzer verfügbar, und Vertrauen war nicht länger nötig. Daten konnten auf eine Weise gesichert werden, die einen Zugriff durch Dritte – egal aus welchem Grund, egal mit wie guten Entschuldigungen, egal was sonst – unmöglich machten.
Es ist Zeit, dass wir dasselbe mit Geld machen. Mit einer elektronischen Währung, die auf einem kryptografischen Beweis beruht und kein Vertrauen in Mittelsmänner benötigt, ist Geld sicher und kann mühelos transferiert werden.“

– Satoshi Nakamoto

An dieser Stelle möchte ich den Lesefluss nur kurz unterbrechen. Wenn du das ganze hören möchtest, verweise ich nun auf den SoundCloud Link gleich hier. Da gibt es nämlich die ganze Sendung zum Thema Kryptowährungen einfach erklärt zum Anhören.


Wie gelange ich an eine Kryptowährung?

Wer das Prinzip einer Kryptowährung verstanden hat, stellt sich nun vielleicht die Frage, wo genau man Bitcoin und Co. kaufen kann. Dies ist einfacher gesagt als getan. Simon wies mich mehrmals auf ein Wallet einer Firma hin, welche ihren Hauptsitz in Österreich hat. Die Funktion eines Wallet ist auf den ersten Blick ziemlich simpel. Wie es der Name bereits sagt, ist ein Wallet ein digitales Portemonnaie, in dem man sein Geld gegen diverse Kryptowährungen tauschen kann. Die Kryptowährung wird dann als Guthaben im Wallet gespeichert und aufbewahrt. Wenn man nun aber etwas genauer sein will, verbirgt sich hinter jedem Wallet auch ein grosses Argument für den Kauf von Kryptowährungen. Jedes Wallet ist im Grunde genommen nichts anderes als eine Nummer mit einem zugeordneten Wert. Quasi wie eine IBAN-Nummer mit dem Unterschied, dass niemand ausser mir Zugriff auf dieses Wallet hat und es dezentral gespeichert wird. Zu jedem Wallet gibt es aber auch eine Adresse, die man verwenden muss, wenn man Einzahlungen in ein Wallet vornehmen möchte. Man kann auch Geld hin und her schicken. Jede Wallet-Adresse fungiert als Proxy für einen öffentlichen Schlüssel. Der Besitzer oder die Besitzerin kann mehrere Wallet-Adressen generieren, wobei jede mit einem einzigen öffentlichen und privaten Schlüssel verschlüsselt wird und im Wallet gespeichert werden. In einem Wallet können gleichzeitig mehrere Schlüsselpaare aufbewahrt werden. So kann man sich zum Beispiel auch ein Sparkonto anlegen oder auf eine andere Kryptowährung setzen.

Ein Beispiel für eine Wallet-Adresse:

13PWxJrvAQELTAKp3bHbHS2Gcu89bqiuJY

Eine Wallet-Adresse besteht aus 27-34 alphanumerischen Zeichen, die mit einer 1 oder 3 beginnt und ein Ziel für eine Bitcoin-Zahlung eindeutig identifiziert. Bereits ein kleiner Fehler in der Gross- oder Kleinschreibung führt dazu, dass ein anderes Wallet den gesendeten Betrag erhält. Deshalb muss man immer überprüfen, ob die Wallet-Adresse stimmt. Wichtig ist auch, dass wenn z.B. Bitcoins an eine Ethereum-Wallet-Adresse gesendet werden, diese nicht ankommen und für immer verloren gehen. Jede Wallet-Adresse ist auf eine Kryptowährung ausgerichtet und kann auch nur diese verarbeiten und speichern.

Verdient man Geld mit Kryptowährungen und muss man dieses versteuern?

Mit dem Handel von Kryptowährungen kann man sehr gut Geld verdienen, dies muss man dafür auch versteuern. Hier gilt folgendes: "Der Besitz von Kryptowährungen ist wirtschaftlich vergleichbar mit dem Besitz von Bargeld oder Edelmetallen. Somit sind auch die Kryptowährungen in der Steuererklärung im Wertschriften- und Guthabenverzeichnis als «übrige Guthaben» in Schweizer Franken zu deklarieren und unterliegen auf Kantons- und Gemeindeebene der Vermögenssteuer. Den Bestand an Kryptowährungen kann man mittels des Ausdrucks der digitalen Brieftasche («Wallet»), in der die digitalen Währungen abgelegt werden, nachweisen.

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