Triggerwarnung: Sexualisierte Gewalt, Grenzüberschreitungen
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Sexualisierte Gewalt ist ein Thema, über das viele Menschen nur ungern sprechen. Aus diesem Grund haben wir uns in der Sendung damit auseinandergesetzt. Sexualisierte Gewalt betrifft Menschen unabhängig von Alter, Geschlecht oder sozialem Hintergrund. Ein aktueller Anlass für die Sendung war der Fall Collien Fernandes. Sie hat digitale sexualisierte Gewalt öffentliche gemacht, welche von ihrem Ex-Mann ausging und damit auf ein Thema aufmerksam gemacht, dass oft verborgen bleibt.
Doch was genau zählt eigentlich dazu? Sexualisierte Gewalt umfasst weit mehr als körperliche Übergriffe. Sie beginnt schon ohne direkten Körperkontakt, bei sexistischen Bemerkungen, unerwünschten Annäherungen oder digitaler Belästigung. Auch das ungefragte Versenden oder Weiterverbreiten intimer Bilder gehört dazu. Ebenso zählen Handlungen mit Körperkontakt wie Grabschen, erzwungene Küsse oder sexuelle Nötigung dazu. Entscheidend ist dabei immer eines: das fehlende Einverständnis. Sexualisierte Gewalt bedeutet, dass Grenzen überschritten und die Selbstbestimmung einer Person verletzt werden.
Was alles dazugehört und welche Arten sexualisierter Gewalt es gibt, haben wir in der Sendung besprochen.
Umgang
Während einige sofort reagieren oder darüber sprechen, brauchen andere Zeit, um das Erlebte einzuordnen. Wichtig ist: Die Verantwortung liegt immer bei der Person, die die Grenze überschritten hat, niemals bei der betroffenen Person. Täter*innenschutz oder Victim-Blaming sind dabei die Stichworte
Ein erster Schritt kann sein, sich jemandem anzuvertrauen. Das kann eine Person aus dem eigenen Umfeld sein oder eine professionelle Beratungsstelle. In der Schweiz gibt es verschiedene Angebote, die Betroffene unterstützen, welche du unten aufgelistet findest.
Sexualisierte Gewalt hat viele Gesichter und beginnt dort, wo Grenzen nicht respektiert werden. Umso wichtiger ist es, darüber zu sprechen, hinzusehen und Betroffene zu unterstützen. Hilfe zu suchen ist ein wichtiger Schritt, um das Schweigen zu durchbrechen.
Anlaufstellen
Opferhilfe Schweiz: Kostenlose und vertrauliche Beratung für Betroffene. Unterstützung bei rechlichen, psychologischen und praktischen Fragen.
Opferberatungsstelle Kanton Luzern: Opferberatungsstelle für Betroffene aus dem Kanton Luzern.
Violence que faire? (Gewalt, was tun?): Ein Verein, welcher Gewalt in Paarbeziehungen vorbeugen will und Betroffenen Unterstützung anbietet. Bietet dies in 13 Sprachen an.
Netzwerk gegen Mädchenbeschneidung: Gratis Beratung für Betroffene und Angehörige. Bietet ein grosses Angebot an Informationen auf der Website.
Fachstelle Zwangsheirat: Kostenlose Beratung und Coachings für Betroffene und Fachpersonen zu Zwangsheirat, Liebesverbot, Heiratszwang, Zwangsehe und Zwangsverlobung. 0800 800 007