Sprechstunde

Wenn Abschottung verbindet

10 Tage Quarantäne. Tausende Menschen mussten die Abschottung schon durchmachen, hofften darauf, symptomfrei zu bleiben, und bald die (momentan etwas begrenzte) Freiheit wieder zu geniessen. Das multidisziplinäre Kollektiv Compagnie Trottvoir begibt sich freiwillig in die Quarantäne. Diese gestalten sie sich so annehmlich wie möglich. Denn sie ist Mittel zum Zweck: Nur so kann das über Europa verteilte Kollektiv gemeinsam Zeit verbringen. Nun sind sie in der alten Markthalle Basel einquartiert. Und warten auf Anrufe. 

Der heisse Draht

Das Projekt nennt sich "Frequenz 21." Es beschäftigt sich mit der Quarantäne als "globales Phänomen" und mit dem Gemütszustand der Gessellschaft. Dazu hat das Kollektiv eine Telefonhotline eingerichtet. Die Compagnie Trottvoir will recherchieren, wie die Leute die Coronazeit wahrnehmen. "Auf ihre eigene Art ist jede Person Expert*in für unsere Zeit," sagt die Luzernerin Valeria Stocker vom Kollektiv. Jede und jeder soll in der Telefonhotline sein oder ihr Herz ausschütten können - oder einfach drauflosplaudern dürfen. Zudem hat die Compagnie auch Interviews vereinbart mit Personen, die keine laute Lobby haben. So sammeln sie bis zum 13. Februar Recherchematerial für eine Performance, die 2022 stattfinden soll. Dann hoffentlich wieder vor Publikum.

Im Beitrag gibt Valeria Stocker Einblick in den ersten Tag der gemeinsamen Quarantäne, und erzählt, welche Stimmen sie in der Telefonhotline besonders gerne hören würde:

Die Telefonhotline läuft ab 7. bis 13. Februar. Alle Infos und die Telefonnummer hier.

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