Sprechstunde

(Freiwillig) leben wie im 18. Jahrhundert

20.12.2018

Holpernd ruckelt die Kutsche über die lehmige Strasse, Kinder mit langen Zöpfen und Röcken springen um das Haus, Jungen in Hemden mit grossen Hüten schlachten eine Kuh im Hinterhof und die Frauen waschen ihre Haare über einem grossen Kessel. Wir befinden uns im Argentinien des 21. Jahrhunderts, doch die Szene könnte gerade so gut im 18. Jahrhundert spielen. Anstatt Internet und Handy gibt es Tischgebet, Kutschen und Arbeit auf dem Acker. Und ja, diese Menschen machen dies freiwillig. Das sagen sie zumindest.

"Ohne diese Welt" von Nora Fingerscheidt taucht ein in die Welt einer mennonitischen Gemeinschaft in Argentinien. 700 deutschstämmige Mennoniten leben dort bewusst ohne jeglichen Modernismus in ihrer eigenen kleinen Welt. Menschen ausserhalb ihrer Gemeinschaft nennen sie schlicht, mit ein wenig Bewunderung aber auch Abschätzung: Weltmenschen.

Doch wie nehmen die jungen Menschen der Mennoniten ihre eigene Gesellschaft und den Verzicht auf die Vorzüge der Modernität wahr? Wie viel Modernität braucht eine Gesellschaft?

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